Windenergie ist eine tragende Säule der deutschen Energiewende

Die deutschen Windparkbetreiber schaffen es Jahr für Jahr über 100 TWh Windstrom zu produzieren. Damit ist die Windenergie mit Abstand die wichtigste erneuerbare Energiequelle für Deutschland und somit die tragende Säule der Energiewende. Eine Windturbine zu betreiben ist jedoch nicht einfach. Es sind die Betreiber der Windanlagen, welche dafür sorgen, dass die Anlage auch bereit ist, wenn der Wind weht. Das ist eine bemerkenswerte Leistung.

Die Produktionsleistung wird durch Wind und Wartung beeinflusst

Im Gegensatz zu Stromproduktion aus fossilen Energieträgern ist Windstrom sehr stark vom Wetter abhängig. Trotz modernster Simulationstechnologien ist die Vorhersagequalität von Wind jenseits von 72 Stunden nach wie vor von einer hohen Unsicherheit geprägt. Dies bedeutet für den Betreiber, dass eine Windturbine möglichst immer betriebsbereit sein muss.  Ein kleiner technischer Defekt während einer windigen Wetterlage kann also bereits schmerzhafte Produktionsausfälle zur Folge haben. Ein Getriebeschaden kann auf Grund der langen Vorlaufzeiten von geeigneten Kränen und Ersatzteilen sogar einen monatelangen Stillstand der Anlage zur Folge haben. In solch einem Fall ist der finanzielle Schaden immens.

Nach Ablauf der Gewährleistung liegt die Verfügbarkeit liegt in der Hand des Betreibers

Um die Systemverfügbarkeit zu erhöhen kann ein Betreiber regelmäßige Inspektionen durchführen, viele Ersatzteile vorhalten und kritische Bauelemente frühzeitig austauschen. Diese Maßnahmen sind jedoch mit hohen Kosten verbunden. Der finanzielle Schaden eines ungeplanten Stillstands kann bei Neuanlagen durch Herstellergarantien abgemindert werden. Sobald die Herstellergarantien abgelaufen sind, liegt die Verantwortung für eine höchste Verfügbarkeit jedoch beim Anlagenbetreiber. Gemeinsam mit einem Serviceunternehmen gilt es dann die beste Strategie für Wartung und Betrieb zu identifizieren und umzusetzen.

Jeder Windparkbetreiber kennt die Eigenheiten seiner Anlagen

In Windparks sind häufig Turbinen von nur einer oder wenigen Baureihen aufgestellt. Dabei hat jede Baureihe ihre eigenen Schwachstellen und kritischen Bauteile. Diese Schwachstellen sind den Betreibern häufig bekannt. Erfolgreiche Betreiber entwickeln dadurch schnell Strategien um diesen Herausforderungen zu begegnen. Bewährte Strategien sind dabei häufige Inspektionen oder eine konservative Austauschstrategie bei besonders anfälligen Bauteilen.

Die Daten im SCADA System werden nur zu einem Bruchteil genutzt

Jede Windturbine generiert über die verschiedenen Sensoren große Datenmengen, welche im SCADA System erfasst werden. Bisher nutzt die große Mehrzahl der Betreiber diese Daten jedoch nur in einem sehr geringen Umfang. Betreiberfirmen, welche diese Daten für ihre Wartungsstrategie intelligent nutzen, erhöhen die Gesamtverfügbarkeit ihres Windparks jedoch deutlich. Wenn ein Betreiber diese Daten Nutzen möchte, besteht die größte Schwierigkeit zunächst darin die Anlagendaten auszulesen und auszuwerten. 

Kombinieren Sie ihr Anlagenwissen mit den Maschinendaten 

Mit Siemens MindSphere, dem offenen, cloud-basierten IoT Betriebssystem können Sie SCADA Daten sehr einfach anbinden, visualisieren und auswerten. Schnell können Sie ihr existierendes Anlagenwissen auf den Datenschatz anwenden und gefährdete Bauteile identifizieren bevor es zu einem ungeplanten Ausfall kommt. Über einfache Regeln können Benachrichtigungen auf das Mobiltelefon eines Verantwortlichen geschickt werden, sobald kritische Muster auftreten. Mit modernsten Werkzeugen können komplexe Zusammenhänge im Datenschatz aufgedeckt werden. Es ist sogar möglich binnen weniger Wochen kostengünstige, individuelle Apps zu erstellen, welche genau auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist. 

Nehmen Sie Kontakt zu Stephan Muekusch auf um mehr über die Möglichkeiten mit MindSphere zu erfahren.